Aktuell kostet der Diesel 2 Euro pro Liter. Wahnsinn, ich glaube vor zwei Jahren habe ich für die Hälfte getankt. Die aktuelle Lage besorgt mich. Lebensmittelpreise, Diesel, Rohstoffpreise steigen und ich glaube, das ist erst der Anfang.

Heute ist Welt Frauen Tag. Dieser wurde ins Leben gerufen weil Frauen sich das Wahlrecht erkämpft haben. Politisch mitentscheiden wollten. Manchmal frage ich mich wie die Welt aussehen würde, wenn sie es wirklich mehrheitlich täten. Heute im Jahr 2022. Dass die Lebenshaltungskosten steigen hat politische Ursachen. Und ist gerade für Mütter in Trennung mit Kindern eine Belastung. Stärker noch als für Familien, die von zwei Eltern versorgt werden. 84% der getrennten Frauen leben mit ihren Kindern im Residenzmodell. Sorgen also die überwiegende Zeit allein für ihre Kinder. 50% von ihnen erhalten immerhin den Unterhalt, der ihren Kindern zusteht. Die andere Hälfte leider nicht und auch der Unterhaltsvorschuss durch das Jugendamt ersetzt die Summe nicht, die wichtig wäre. Alleinerziehende Mütter sind viel mehr von Armut bedroht als Mütter in Beziehungen und das nachhaltig. Auch lang in die Zukunft gedacht. 

Aber was hat das mit den Dieselpreisen zu tun?

Mobilität ist eine anerkannte Ressource. Um zu Bildung zu kommen, am gesellschaftlichen Leben teil zu nehmen, Kultur zu erfahren, Kinder zum Sporttraining zu bringen, an Elternabenden teil zu nehmen, die Oma zu besuchen, zur Arbeit zu fahren, einen Freund abzuholen. Normale Dinge des alltäglichen Familienlebens. Manch eine Mutter, die allein mit Kindern lebt, überlegt sich diese Aktivitäten gerade zwei Mal. Wenn das so weiter geht, werden diese Frauen aus der Gesellschaft immer mehr verdrängt und ihre Kinder gleich mit. 

Frauen, die sich zum großen Teil allein um ihre Kinder kümmern, gehören aber genau so zur Gesellschaft wie alle anderen Frauen auch. Nur ist ihr verschwinden leise, denn sie haben keine Zeit sich auch noch um ihre gesellschaftliche Stellung zu kümmern. Es ist eigentlich Aufgabe der Gesellschaft und somit der Politik, sie genauso dazugehörig zu halten wie auch ihre Kinder, die verschwinden nämlich gleich mit, leise zu Hause vor dem Fernseher, und das schreiben ich ganz ohne Vorwurf. Nach zwei Jahren Pandemie, geht einem ja irgendwann die Ideenvielfalt der Beschäftigungen auch mal aus.

Nein, so hätten die meisten Frauen nicht entschieden. Das hätten sie nicht gewählt. Sie haben damals Freiheit erkämpft. Gehofft, dass das Wahlrecht ihnen diese bringt. Freiheit und Selbstbestimmung. Übrigens ist genau das auch oft der gleiche Grund sich zu trennen. Freiheit und Selbstbestimmung. Interessant, diese Verknüpfung mal weiter zu denken…

Eine Antwort

  1. Liebe Yvonne, danke das du uns dafür sensibilisierst. Wir fahren gerade auch so wenig wie möglich, gleichzeitig ziehen wir wegen Corona das Auto manchmal der Bahn vor.
    Weil Alleinerziehende meistens nicht noch Zeit und Energie für die Politik haben, ist es so wichtig, dass auch alle anderen für Alleinerziehende einstehen. Gleichberechtigung ist nicht nur Frauensache.

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